EVA-Stegfender müssen mechanisch mit Schrauben, Bolzen oder Ankern befestigt werden, die zur Stegkonstruktion passen. Die Befestigungselemente sollten zusammen mit breiten Unterlegscheiben verwendet werden, die den Druck auf eine größere Fläche des Schaums verteilen.
Überall dort, wo Material und Oberfläche des Stegs es zulassen, empfiehlt der Hersteller zusätzlich die Verwendung eines flexiblen, feuchtigkeits-, sonnen-, frost- und witterungsbeständigen Klebstoffs. Die Kombination aus mechanischer Befestigung und Verklebung erhöht die Stabilität des Fenders und verringert die Belastung an den Stellen, an denen sich die Schrauben befinden.
Die wichtigsten Etappen einer korrekten Montage sind:
Ein Fender funktioniert nur dann richtig, wenn er sich an der tatsächlichen Kontaktstelle zwischen Bordwand und Steg befindet und stabil mit dessen Konstruktion verbunden ist.
Montagefehler können führen zu:
Ein breiter, an der falschen Höhe montierter Fender kann schlechter schützen als ein kleineres Modell, das korrekt in der Kontaktzone mit dem Boot positioniert ist.
Der Umfang der benötigten Werkzeuge hängt vom Material des Stegs ab. Meist werden benötigt:
Vor Arbeitsbeginn sollte außerdem das technische Datenblatt des jeweiligen Fendermodells sowie die Herstelleranleitung des gewählten Klebstoffs und der Befestigungselemente geprüft werden.
Der Fender sollte an einem stabilen Bauteil befestigt werden. Er sollte nicht ausschließlich an einer losen, dünnen oder beschädigten Verkleidung montiert werden.
Vor der Montage sollte geprüft werden, ob:
Bei Bedarf sollte der Untergrund zunächst repariert oder verstärkt werden. Der Fender selbst verbessert nicht die Tragfähigkeit eines beschädigten Stegs.
Die Montagehöhe sollte nicht allein anhand der oberen Stegkante festgelegt werden.
Am besten wird sie bei einem in normaler Position vertäuten Boot bestimmt. Es sollte geprüft werden, wo die Bordwand der Konstruktion am nächsten kommt, und zwar bei:
Der Fender sollte die gesamte erwartete Kontaktzone abdecken. In Marinas mit unterschiedlichen Booten kann es notwendig sein, ein breiteres Modell zu verwenden oder Elemente auf mehr als einer Höhe zu montieren.
An festen Ufern müssen größere Wasserstandsänderungen berücksichtigt werden. An schwimmenden Stegen ändert sich die relative Position von Bordwand und Steg meist in geringerem Umfang.
Vor dem Bohren lohnt es sich, alle Fender an der geplanten Stelle anzuordnen und zu prüfen, ob sie:
In diesem Schritt sollten der Verlauf der oberen oder unteren Fenderkante sowie die Lage der Befestigungspunkte markiert werden.
Erst nach Prüfung der gesamten Anordnung sollte mit dem Bohren begonnen werden.
Die Stegoberfläche und die Rückseite des Fenders sollten:
Von Holz sollten lose Fasern, abblätternde Farbe und Verschmutzungen entfernt werden. Stahl sollte von losem Rost befreit werden. Beton darf nicht stauben oder bröckeln. Aluminium- und Verbundoberflächen sollten gemäß den Empfehlungen des Klebstoffherstellers vorbereitet werden.
Es dürfen keine zufälligen aggressiven Lösungsmittel verwendet werden, die den EVA-Schaum beschädigen könnten. Vor der Verwendung eines Reinigungsmittels sollte ein Test an einer kleinen, unauffälligen Materialstelle durchgeführt werden.
Die Art der Schrauben, Bolzen, Anker und Dübel hängt von der Stegkonstruktion ab.
Die Befestigungselemente sollten:
Eine Schraube darf nicht im Leeren enden, und der Fender darf nicht ausschließlich durch eine dünne Verkleidungsschicht gehalten werden.
In maritimer Umgebung sollte besonders auf die Korrosionsbeständigkeit der Elemente und die Verträglichkeit unterschiedlicher Metalle geachtet werden.
Welche Unterlegscheiben sollten verwendet werden?
Breite Unterlegscheiben verteilen den Druck des Befestigungselements auf eine größere Fläche und begrenzen, wie tief der Kopf in den Schaum eindringt.
Für die Modelle MARINA 8 und MARINA 12 werden Unterlegscheiben verwendet, die zu Löchern mit einem Durchmesser von etwa 15 mm passen.
Bei den übrigen Modellen des Systems werden größere Unterlegscheiben verwendet, meist passend zu Löchern mit einem Durchmesser von etwa 25 mm. Die endgültige Größe sollte immer im technischen Datenblatt des jeweiligen Produkts geprüft werden.
Eine zu kleine Unterlegscheibe kann sich in das Material einschneiden. Eine zu große passt möglicherweise nicht korrekt in das vorbereitete Montageloch.
Die Art der Lochherstellung hängt vom Stegmaterial ab.
Vor dem Bohren sollte sichergestellt werden, dass sich in der Konstruktion keine der folgenden Elemente befinden:
Die Löcher sollten senkrecht zur Oberfläche gebohrt werden und einen zum jeweiligen Befestigungselement passenden Durchmesser haben.
Löcher im Schaum sollten nicht durch Ausreißen des Materials vergrößert werden. Eventuelle zusätzliche Löcher sollten sauber mit einem scharfen Werkzeug hergestellt werden, ohne die Struktur des Fenders zu beschädigen.
Abstand und Anzahl der Befestigungspunkte sollten den vorbereiteten Löchern sowie dem technischen Datenblatt des jeweiligen Modells entsprechen. Die empfohlene Anzahl der Befestigungen sollte nicht eigenmächtig reduziert werden.
Der Hersteller empfiehlt zusätzliches Verkleben überall dort, wo Art des Untergrunds, Stegkonstruktion und Montagebedingungen dies zulassen.
Der Klebstoff schafft eine zusätzliche Verbindung zwischen der Rückseite des Fenders und dem Steg. Dadurch werden die Belastungen nicht ausschließlich über wenige mechanische Befestigungspunkte übertragen.
Das Verkleben kann:
Der Klebstoff ergänzt die mechanische Befestigung — er ist kein automatischer Ersatz dafür.
Welche Art von Klebstoff sollte verwendet werden?
Zur Montage von EVA-Fendern können unter anderem verwendet werden:
Flexible Montageklebstoffe MS-Polymer oder SMP
Dies sind einkomponentige Klebstoffe auf Basis silanmodifizierter Polymere. Nach dem Aushärten bleiben sie flexibel und können für den Außeneinsatz bestimmt sein.
Das gewählte Produkt sollte:
Klebstoffe dieser Art müssen oft in senkrechten Streifen oder punktförmig aufgetragen werden, damit Feuchtigkeit die Klebeschicht erreichen kann. Die gesamte Oberfläche sollte nicht automatisch mit einer gleichmäßigen, dicken Schicht bedeckt werden.
Kontaktklebstoffe auf Basis synthetischen Kautschuks
Diese dürfen nur verwendet werden, wenn der Hersteller die Verträglichkeit mit EVA, dem jeweiligen Untergrund und den Außenbedingungen bestätigt.
Kontaktklebstoffe werden in der Regel auf beide zu verbindenden Oberflächen aufgetragen. Vor dem Zusammenfügen muss das Lösungsmittel ausreichend verdunsten.
Nicht jeder Kautschukklebstoff eignet sich für den ganzjährigen Außeneinsatz. Seine Beständigkeit gegen Wasser, Temperatur, Sonneneinstrahlung und langanhaltende Feuchtigkeit sollte geprüft werden.
Die Art des Auftragens hängt von der Technologie des jeweiligen Produkts ab. Stets sind die technischen Anweisungen des Herstellers zu beachten.
Meist ist Folgendes erforderlich:
Überschüssiger Klebstoff sollte gemäß den Empfehlungen des Herstellers entfernt werden. Der Versuch, ausgehärtetes Produkt mit einem scharfen Werkzeug zu entfernen, kann die Oberfläche des Fenders beschädigen.
Nachdem der Fender in die richtige Position gebracht wurde, sollten die Befestigungselemente nacheinander eingesetzt werden.
Schrauben oder Bolzen sollten schrittweise angezogen werden. Am besten beginnt man bei den mittleren Punkten und geht dann zu den weiteren Befestigungen über, wobei die Ausrichtung des gesamten Elements kontrolliert wird.
Die Unterlegscheibe sollte den Fender stabil andrücken, darf aber nicht tief in den Schaum eindringen.
Ein korrekt montierter Fender:
EVA-Schaum ist ein elastisches Material. Zu festes Anziehen kann verursachen:
Die Schraube sollte den Fender fixieren, aber nicht wie eine Klemme wirken, die den Schaum stark zusammendrückt.
Nach Abschluss der Montage sollten alle Punkte erneut geprüft und die Eindringtiefe der Unterlegscheiben verglichen werden.
Montage an einem Holzsteg
Vor der Montage sollte geprüft werden, ob Planken und Bauteile gesund, trocken und stabil sind.
Der Fender sollte am besten an einem Bauteil mit ausreichender Dicke befestigt werden, nicht ausschließlich an einer dünnen Verkleidungsplanke.
Für Holz sollten feuchtigkeits- und korrosionsbeständige Konstruktionsschrauben gewählt werden. Je nach Holzart und Schraubendurchmesser können Vorbohrungen erforderlich sein.
Eine Vorbohrung:
Verkleben ist möglich, wenn das Holz entsprechend vorbereitet, stabil und frei von abblätternden Beschichtungen ist.
Montage an einem Stahlsteg
Für Stahl werden meist geeignete selbstbohrende Schrauben oder Schraubverbindungen verwendet.
Zu berücksichtigen sind:
Bohrstellen müssen möglicherweise erneut gegen Korrosion geschützt werden. Der Fender sollte nicht an dünnem, korrodiertem Blech befestigt werden, das keine ausreichende Tragfähigkeit bietet.
Vor dem Verkleben sollte der Stahl gereinigt, entfettet und gemäß den Anforderungen des Klebstoffs vorbereitet werden.
Montage an einem Aluminiumsteg
Die Montage an Aluminium erfordert die Berücksichtigung des Risikos galvanischer Korrosion, die beim Kontakt unterschiedlicher Metalle in Anwesenheit von Feuchtigkeit entsteht.
Die Befestigungselemente sollten an die Konstruktion und die Nutzungsumgebung angepasst sein. Bei Bedarf sollten geeignete Zwischenlagen oder isolierende Schutzmaßnahmen für die Verbindung verwendet werden.
Es sollten keine zufälligen Schrauben verwendet werden, die zu beschleunigter Korrosion des Profils führen könnten.
Vor dem Verkleben muss die Aluminiumoberfläche gemäß den Anweisungen des Klebstoffherstellers vorbereitet werden. Manche Produkte erfordern die Verwendung eines geeigneten haftungssteigernden Primers.
Montage an Beton
Auf Beton montierte Fender erfordern die Verwendung von Dübeln oder Ankern, die für diese Art von Untergrund bestimmt sind.
Vor dem Bohren sollte geprüft werden:
Es sollten keine Löcher in einen bröckelnden, rissigen oder stark geschwächten Abschnitt des Ufers gebohrt werden.
Der beim Bohren entstehende Staub muss gründlich entfernt werden. Dies ist sowohl für die korrekte Verankerung als auch für die Haftung des Klebstoffs wichtig.
Montage an einem Verbund- oder Kunststoffsteg
Eine Verbundplanke ist nicht immer ein Bauteil. Häufig handelt es sich nur um eine Verkleidung, die an tragenden Profilen befestigt ist.
Der Fender sollte mit dem hinter der Verkleidung liegenden Bauteil verbunden werden. Das bloße Verschrauben mit einer dünnen Planke kann unzureichend sein.
Es sollte außerdem geprüft werden, ob der gewählte Klebstoff mit dem jeweiligen Kunststoff verträglich ist. Manche Materialien haben eine niedrige Oberflächenenergie und erfordern eine spezielle Vorbereitung, einen Primer oder eine andere Klebstoffart.
Montage linearer Fender
MARINA-Linearfender haben eine Länge von 100 cm und können einzeln oder nebeneinander montiert werden.
Beim Verlegen eines längeren Abschnitts sollte:
Kleine Höhenunterschiede zwischen aufeinanderfolgenden Fendern können Kanten bilden, an denen die Bordwand hängen bleiben kann. Deshalb sollte jedes weitere Element im Verhältnis zum vorherigen ausgerichtet werden.
Montage von Eckfendern
Eine Ecke ist beim Einfahren in den Liegeplatz besonders stoßgefährdet.
Das Eckelement sollte:
Vor dem Bohren sollte das Eckstück angelegt und geprüft werden, ob Winkel und Abmessungen des Stegs der Form des Produkts entsprechen.
Ist die Ecke der Konstruktion unregelmäßig, kann eine individuelle Vorbereitung des Untergrunds oder die Verwendung eines an den jeweiligen Steg angepassten Elements erforderlich sein.
Montage des MARINA-Y-Boom-Fenders
MARINA Y-Boom dient dem Schutz der Enden schmaler Stegfinger.
Vor der Montage sollte geprüft werden:
Die hintere Profilierung des Fenders sollte möglichst genau am Ende des Stegfingers anliegen.
Y-Boom sollte symmetrisch montiert werden. Eine Verschiebung zur einen Seite kann einen Teil der harten Konstruktion ungeschützt lassen.
Aufgrund des Einsatzorts sind eine feste mechanische Verbindung sowie zusätzliches Verkleben, sofern das Material des Stegfingers dies zulässt, besonders wichtig.
EVA-Schaum kann zugeschnitten werden, um die Länge eines Elements an einen bestimmten Stegabschnitt anzupassen.
Zum Schneiden sollten verwendet werden:
Vor dem Schneiden sollte die Linie genau markiert und das Material stabil abgestützt werden.
Der Schnitt sollte gleichmäßig sein, ohne die Struktur zu reißen oder auszufransen. Es sollte auch geprüft werden, ob das Kürzen des Produkts nicht einen notwendigen Befestigungspunkt entfernt.
Zum Schutz von Ecken und Enden ist es besser, speziell dafür entwickelte Elemente zu verwenden, statt einen Linearfender zufällig zuzuschneiden.
Nach Abschluss der Montage können die Löcher mit Schrauben und Unterlegscheiben mit passenden EVA-Abdeckkappen versehen werden.
Die Abdeckkappen:
Vor dem Einsetzen einer Kappe sollte geprüft werden, ob Schraube und Unterlegscheibe korrekt sitzen. Eine Kappe darf nicht dazu dienen, eine zu tief angezogene oder gelockerte Befestigung zu kaschieren.
Montage in falscher Höhe Der Fender befindet sich oberhalb oder unterhalb der tatsächlichen Kontaktstelle mit der Bordwand.
Befestigung an instabiler Verkleidung Die Schrauben halten nur in einer dünnen Planke, korrodiertem Blech oder einem losen Verkleidungselement.
Verwendung zu kleiner Unterlegscheiben Die Unterlegscheiben dringen in den Schaum ein und verteilen den Druck nicht auf einer ausreichenden Fläche.
Zu festes Anziehen Der Schaum wird dauerhaft zusammengedrückt, und das Montageloch wird geschwächt.
Fehlender Korrosionsschutz Die Befestigungselemente korrodieren durch Feuchtigkeit oder Salzwasser.
Falscher Klebstoff Der Klebstoff ist nicht mit EVA verträglich, nicht witterungsbeständig oder verliert bei Frost seine Elastizität.
Auftragen des Klebstoffs entgegen der Anleitung Eine zu dicke oder vollständig geschlossene Schicht härtet möglicherweise nicht richtig aus.
Verkleben einer verschmutzten oder nassen Oberfläche Die Verbindung verliert trotz Verwendung des richtigen Produkts an Haftung.
Zu große Lücken lassen Die Bordwand kann direkt auf die freiliegende Stegkonstruktion treffen.
Vernachlässigung von Ecken und Enden Die am stärksten gefährdeten Stellen bleiben ungeschützt.
Kontrolle direkt nach der Montage
Nach Abschluss der Arbeiten sollte geprüft werden:
Wurde Klebstoff verwendet, sollte das System vor Ablauf der erforderlichen Aushärtezeit nicht belastet werden.
Kontrolle nach den ersten Nutzungswochen
Nach der anfänglichen Nutzungsphase lohnt es sich, alle Befestigungen erneut zu prüfen.
Die Stegkonstruktion, Temperaturschwankungen und der erste Kontakt mit dem Boot können ein leichtes Setzen der Materialien verursachen.
Zu kontrollieren sind:
Es sollten nicht automatisch alle Schrauben fester angezogen werden. Zunächst muss beurteilt werden, ob der Fender tatsächlich locker ist und ob die Befestigung den Schaum nicht bereits zusammendrückt.
Wie oft sollten Fender kontrolliert werden?
Eine Kontrolle lohnt sich:
Ein beschädigter oder teilweise gelöster Fender sollte möglichst schnell neu befestigt werden. Weitere Nutzung kann die gesamte Last auf die verbleibenden Befestigungspunkte verlagern und den Schaden vergrößern.
Nein. Ein Fender ist ein Element des Systems zum Schutz von Boot und Steg.
Den besten Schutz bietet die Kombination aus:
Ein Fender sollte nicht dauerhaft die gesamte Kraft aufnehmen, die von einem falsch vertäuten Boot ausgeübt wird. Seine Aufgabe ist es, den Kontakt zu dämpfen, nicht korrekt durchgeführtes Anlegen zu ersetzen.
Die korrekte Montage von EVA-Fendern beginnt mit der Bestimmung der tatsächlichen Kontaktzone zwischen Bordwand und Steg. Anschließend sollte die Konstruktion des Untergrunds geprüft, die richtigen Befestigungselemente gewählt, breite Unterlegscheiben verwendet und der Fender montiert werden, ohne den Schaum übermäßig zusammenzudrücken.
Der Hersteller empfiehlt zusätzliches Verkleben überall dort, wo Oberfläche und Material des Stegs dies zulassen. Der Klebstoff sollte witterungs-, feuchtigkeits- und kältebeständig sein und während der gesamten Nutzungsdauer flexibel bleiben.
Die wichtigsten Montageregeln sind:
Ein korrekt montiertes Fendersystem schafft eine durchgehende, flexible Schutzzone, die das Risiko des Bordwandkontakts mit harten Stegelementen verringert und die Haltbarkeit der gesamten Installation erhöht.