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Montage von EVA-Stegfendern – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wie montiert man EVA-Fender am Steg? Schritt-für-Schritt-Anleitung

EVA-Stegfender müssen mechanisch mit Schrauben, Bolzen oder Ankern befestigt werden, die zur Stegkonstruktion passen. Die Befestigungselemente sollten zusammen mit breiten Unterlegscheiben verwendet werden, die den Druck auf eine größere Fläche des Schaums verteilen.

Überall dort, wo Material und Oberfläche des Stegs es zulassen, empfiehlt der Hersteller zusätzlich die Verwendung eines flexiblen, feuchtigkeits-, sonnen-, frost- und witterungsbeständigen Klebstoffs. Die Kombination aus mechanischer Befestigung und Verklebung erhöht die Stabilität des Fenders und verringert die Belastung an den Stellen, an denen sich die Schrauben befinden.

Die wichtigsten Etappen einer korrekten Montage sind:

  1. Bestimmung der tatsächlichen Kontaktzone zwischen Bordwand und Steg
  2. Prüfung der Konstruktion und des Materials des Untergrunds
  3. Probeanordnung der Fender
  4. Vorbereitung und Reinigung der Oberfläche
  5. Auftragen des geeigneten Klebstoffs, falls verwendet
  6. Durchführung der mechanischen Befestigung
  7. Kontrolle des Anpressdrucks und der Stabilität des gesamten Systems

Warum ist die richtige Montage so wichtig?

Ein Fender funktioniert nur dann richtig, wenn er sich an der tatsächlichen Kontaktstelle zwischen Bordwand und Steg befindet und stabil mit dessen Konstruktion verbunden ist.

Montagefehler können führen zu:

  • Verschieben des Fenders
  • Ausreißen der Schrauben
  • übermäßigem Zusammendrücken des Schaums
  • Verformung des Materials um die Unterlegscheiben
  • freiliegenden Teilen der harten Konstruktion
  • Kontakt der Bordwand oberhalb oder unterhalb des Fenders
  • Ablösen des Produkts von einem unsachgemäß vorbereiteten Untergrund

Ein breiter, an der falschen Höhe montierter Fender kann schlechter schützen als ein kleineres Modell, das korrekt in der Kontaktzone mit dem Boot positioniert ist.

Was ist vor der Montage vorzubereiten?

Der Umfang der benötigten Werkzeuge hängt vom Material des Stegs ab. Meist werden benötigt:

  • ein Maßband
  • eine Wasserwaage oder ein Linienlaser
  • ein Bleistift oder Marker
  • eine Bohrmaschine oder ein Akkuschrauber
  • Bohrer, passend für Holz, Metall oder Beton
  • geeignete Schrauben, Bolzen, Anker oder Dübel
  • breite Unterlegscheiben, passend zu den Montagelöchern des Fenders
  • korrosionsbeständige Montageelemente
  • ein Reinigungs- und Entfettungsmittel für den Untergrund
  • ein für EVA und das jeweilige Stegmaterial geeigneter Klebstoff
  • Schutzhandschuhe
  • Material zum Entfernen überschüssigen Klebstoffs

Vor Arbeitsbeginn sollte außerdem das technische Datenblatt des jeweiligen Fendermodells sowie die Herstelleranleitung des gewählten Klebstoffs und der Befestigungselemente geprüft werden.

Schritt 1. Zustand der Stegkonstruktion prüfen

Der Fender sollte an einem stabilen Bauteil befestigt werden. Er sollte nicht ausschließlich an einer losen, dünnen oder beschädigten Verkleidung montiert werden.

Vor der Montage sollte geprüft werden, ob:

  • das Holz nicht morsch oder rissig ist
  • der Stahl nicht stark korrodiert ist
  • das Aluminium nicht verformt oder geschwächt ist
  • der Beton an der geplanten Bohrstelle nicht bröckelt
  • die Verbundplatten ausreichend gestützt sind
  • sich hinter der Verkleidung ein Bauteil befindet, das eine sichere Befestigung ermöglicht

Bei Bedarf sollte der Untergrund zunächst repariert oder verstärkt werden. Der Fender selbst verbessert nicht die Tragfähigkeit eines beschädigten Stegs.

Schritt 2. Die richtige Montagehöhe festlegen

Die Montagehöhe sollte nicht allein anhand der oberen Stegkante festgelegt werden.

Am besten wird sie bei einem in normaler Position vertäuten Boot bestimmt. Es sollte geprüft werden, wo die Bordwand der Konstruktion am nächsten kommt, und zwar bei:

  • Schwanken des Bootes
  • Windeinfluss
  • Ein- und Aussteigen
  • Änderungen der Leinenspannung
  • kleinen Wasserstandsänderungen
  • Einfahrt in den Liegeplatz

Der Fender sollte die gesamte erwartete Kontaktzone abdecken. In Marinas mit unterschiedlichen Booten kann es notwendig sein, ein breiteres Modell zu verwenden oder Elemente auf mehr als einer Höhe zu montieren.

An festen Ufern müssen größere Wasserstandsänderungen berücksichtigt werden. An schwimmenden Stegen ändert sich die relative Position von Bordwand und Steg meist in geringerem Umfang.

Schritt 3. Probeanordnung ohne Bohren durchführen

Vor dem Bohren lohnt es sich, alle Fender an der geplanten Stelle anzuordnen und zu prüfen, ob sie:

  • eine gerade Linie bilden
  • die gesamte Kontaktzone abdecken
  • korrekt an die Ecken anschließen
  • keine gefährlichen Lücken lassen
  • nicht mit Klampen, Leitern, Pfosten und Installationen kollidieren
  • an den Abschnittsenden ausreichend geschützt sind
  • Montagelöcher auf stabilen Bauteilen aufweisen

In diesem Schritt sollten der Verlauf der oberen oder unteren Fenderkante sowie die Lage der Befestigungspunkte markiert werden.

Erst nach Prüfung der gesamten Anordnung sollte mit dem Bohren begonnen werden.

Schritt 4. Oberfläche reinigen und vorbereiten

Die Stegoberfläche und die Rückseite des Fenders sollten:

  • sauber sein
  • trocken sein
  • staubfrei sein
  • frei von Öl, Fett und losen Beschichtungen sein
  • entsprechend der Art des verwendeten Klebstoffs vorbereitet sein

Von Holz sollten lose Fasern, abblätternde Farbe und Verschmutzungen entfernt werden. Stahl sollte von losem Rost befreit werden. Beton darf nicht stauben oder bröckeln. Aluminium- und Verbundoberflächen sollten gemäß den Empfehlungen des Klebstoffherstellers vorbereitet werden.

Es dürfen keine zufälligen aggressiven Lösungsmittel verwendet werden, die den EVA-Schaum beschädigen könnten. Vor der Verwendung eines Reinigungsmittels sollte ein Test an einer kleinen, unauffälligen Materialstelle durchgeführt werden.

Schritt 5. Die richtigen Befestigungselemente wählen

Die Art der Schrauben, Bolzen, Anker und Dübel hängt von der Stegkonstruktion ab.

Die Befestigungselemente sollten:

  • korrosionsbeständig sein
  • eine für die Dicke von Fender und Untergrund geeignete Länge haben
  • eine stabile Verankerung gewährleisten
  • mit breiten Unterlegscheiben kombiniert werden
  • keine scharfen, hervorstehenden Kanten aufweisen
  • für eine feuchte oder maritime Umgebung geeignet sein

Eine Schraube darf nicht im Leeren enden, und der Fender darf nicht ausschließlich durch eine dünne Verkleidungsschicht gehalten werden.

In maritimer Umgebung sollte besonders auf die Korrosionsbeständigkeit der Elemente und die Verträglichkeit unterschiedlicher Metalle geachtet werden.

Welche Unterlegscheiben sollten verwendet werden?

Breite Unterlegscheiben verteilen den Druck des Befestigungselements auf eine größere Fläche und begrenzen, wie tief der Kopf in den Schaum eindringt.

Für die Modelle MARINA 8 und MARINA 12 werden Unterlegscheiben verwendet, die zu Löchern mit einem Durchmesser von etwa 15 mm passen.

Bei den übrigen Modellen des Systems werden größere Unterlegscheiben verwendet, meist passend zu Löchern mit einem Durchmesser von etwa 25 mm. Die endgültige Größe sollte immer im technischen Datenblatt des jeweiligen Produkts geprüft werden.

Eine zu kleine Unterlegscheibe kann sich in das Material einschneiden. Eine zu große passt möglicherweise nicht korrekt in das vorbereitete Montageloch.

Schritt 6. Montagelöcher bohren

Die Art der Lochherstellung hängt vom Stegmaterial ab.

Vor dem Bohren sollte sichergestellt werden, dass sich in der Konstruktion keine der folgenden Elemente befinden:

  • Stromleitungen
  • Wasserleitungen
  • Steuerungselemente
  • verdeckte Schrauben und Verbindungselemente
  • Auftriebstanks eines schwimmenden Stegs

Die Löcher sollten senkrecht zur Oberfläche gebohrt werden und einen zum jeweiligen Befestigungselement passenden Durchmesser haben.

Löcher im Schaum sollten nicht durch Ausreißen des Materials vergrößert werden. Eventuelle zusätzliche Löcher sollten sauber mit einem scharfen Werkzeug hergestellt werden, ohne die Struktur des Fenders zu beschädigen.

Abstand und Anzahl der Befestigungspunkte sollten den vorbereiteten Löchern sowie dem technischen Datenblatt des jeweiligen Modells entsprechen. Die empfohlene Anzahl der Befestigungen sollte nicht eigenmächtig reduziert werden.

Schritt 7. Zusätzliche Verklebung durchführen

Der Hersteller empfiehlt zusätzliches Verkleben überall dort, wo Art des Untergrunds, Stegkonstruktion und Montagebedingungen dies zulassen.

Der Klebstoff schafft eine zusätzliche Verbindung zwischen der Rückseite des Fenders und dem Steg. Dadurch werden die Belastungen nicht ausschließlich über wenige mechanische Befestigungspunkte übertragen.

Das Verkleben kann:

  • das Verschieben des Fenders einschränken
  • die Materialbeanspruchung um die Schrauben verringern
  • die Haftung an der Oberfläche verbessern
  • die Stabilität langer Abschnitte erhöhen
  • das Eindringen von Verschmutzungen zwischen Fender und Steg verringern

Der Klebstoff ergänzt die mechanische Befestigung — er ist kein automatischer Ersatz dafür.

Welche Art von Klebstoff sollte verwendet werden?

Zur Montage von EVA-Fendern können unter anderem verwendet werden:

Flexible Montageklebstoffe MS-Polymer oder SMP

Dies sind einkomponentige Klebstoffe auf Basis silanmodifizierter Polymere. Nach dem Aushärten bleiben sie flexibel und können für den Außeneinsatz bestimmt sein.

Das gewählte Produkt sollte:

  • mit EVA-Schaum verträglich sein
  • am Stegmaterial haften
  • feuchtigkeitsbeständig sein
  • bei Minustemperaturen flexibel bleiben
  • witterungsbeständig sein
  • keine Materialschädigung verursachen

Klebstoffe dieser Art müssen oft in senkrechten Streifen oder punktförmig aufgetragen werden, damit Feuchtigkeit die Klebeschicht erreichen kann. Die gesamte Oberfläche sollte nicht automatisch mit einer gleichmäßigen, dicken Schicht bedeckt werden.

Kontaktklebstoffe auf Basis synthetischen Kautschuks

Diese dürfen nur verwendet werden, wenn der Hersteller die Verträglichkeit mit EVA, dem jeweiligen Untergrund und den Außenbedingungen bestätigt.

Kontaktklebstoffe werden in der Regel auf beide zu verbindenden Oberflächen aufgetragen. Vor dem Zusammenfügen muss das Lösungsmittel ausreichend verdunsten.

Nicht jeder Kautschukklebstoff eignet sich für den ganzjährigen Außeneinsatz. Seine Beständigkeit gegen Wasser, Temperatur, Sonneneinstrahlung und langanhaltende Feuchtigkeit sollte geprüft werden.

Wie trägt man den Klebstoff richtig auf?

Die Art des Auftragens hängt von der Technologie des jeweiligen Produkts ab. Stets sind die technischen Anweisungen des Herstellers zu beachten.

Meist ist Folgendes erforderlich:

  1. beide Oberflächen reinigen und trocknen
  2. die Verträglichkeit des Klebstoffs mit EVA testen
  3. den Klebstoff streifen- oder punktförmig oder auf beide Oberflächen auftragen — gemäß Anleitung
  4. die erforderliche Schichtdicke einhalten
  5. die Elemente zum richtigen Zeitpunkt verbinden
  6. für ausreichenden Anpressdruck sorgen
  7. die Verbindung vor vollständiger Aushärtung nicht belasten

Überschüssiger Klebstoff sollte gemäß den Empfehlungen des Herstellers entfernt werden. Der Versuch, ausgehärtetes Produkt mit einem scharfen Werkzeug zu entfernen, kann die Oberfläche des Fenders beschädigen.

Schritt 8. Fender mechanisch befestigen

Nachdem der Fender in die richtige Position gebracht wurde, sollten die Befestigungselemente nacheinander eingesetzt werden.

Schrauben oder Bolzen sollten schrittweise angezogen werden. Am besten beginnt man bei den mittleren Punkten und geht dann zu den weiteren Befestigungen über, wobei die Ausrichtung des gesamten Elements kontrolliert wird.

Die Unterlegscheibe sollte den Fender stabil andrücken, darf aber nicht tief in den Schaum eindringen.

Ein korrekt montierter Fender:

  • verschiebt sich nicht
  • liegt am Untergrund an
  • behält seine ursprüngliche Form
  • ist nicht gewellt
  • ist nicht übermäßig gedehnt
  • hat keine tief eingedrückten Unterlegscheiben
  • bildet eine gerade Linie mit den benachbarten Elementen

Warum dürfen Schrauben nicht zu fest angezogen werden?

EVA-Schaum ist ein elastisches Material. Zu festes Anziehen kann verursachen:

  • dauerhafte Eindrückung der Oberfläche
  • verringerte Fenderdicke an der Befestigungsstelle
  • Durchschneiden des Materials durch die Unterlegscheibe
  • Schwächung des Montagelochs
  • örtliche Spannungen und Risse
  • eine beeinträchtigte Optik des fertigen Abschnitts

Die Schraube sollte den Fender fixieren, aber nicht wie eine Klemme wirken, die den Schaum stark zusammendrückt.

Nach Abschluss der Montage sollten alle Punkte erneut geprüft und die Eindringtiefe der Unterlegscheiben verglichen werden.

Montage auf verschiedenen Stegmaterialien

Montage an einem Holzsteg

Vor der Montage sollte geprüft werden, ob Planken und Bauteile gesund, trocken und stabil sind.

Der Fender sollte am besten an einem Bauteil mit ausreichender Dicke befestigt werden, nicht ausschließlich an einer dünnen Verkleidungsplanke.

Für Holz sollten feuchtigkeits- und korrosionsbeständige Konstruktionsschrauben gewählt werden. Je nach Holzart und Schraubendurchmesser können Vorbohrungen erforderlich sein.

Eine Vorbohrung:

  • erleichtert die korrekte Positionierung der Schraube
  • verringert das Risiko eines Holzrisses
  • verringert den Widerstand bei der Montage
  • hilft, ein Verdrehen und Verschieben des Fenders zu vermeiden

Verkleben ist möglich, wenn das Holz entsprechend vorbereitet, stabil und frei von abblätternden Beschichtungen ist.

Montage an einem Stahlsteg

Für Stahl werden meist geeignete selbstbohrende Schrauben oder Schraubverbindungen verwendet.

Zu berücksichtigen sind:

  • die Dicke des Stahlprofils
  • der Zugang zur Rückseite der Konstruktion
  • der Zustand des Korrosionsschutzes
  • die Möglichkeit des Eindringens von Wasser in die Löcher
  • die Korrosionsbeständigkeit der Befestigungselemente

Bohrstellen müssen möglicherweise erneut gegen Korrosion geschützt werden. Der Fender sollte nicht an dünnem, korrodiertem Blech befestigt werden, das keine ausreichende Tragfähigkeit bietet.

Vor dem Verkleben sollte der Stahl gereinigt, entfettet und gemäß den Anforderungen des Klebstoffs vorbereitet werden.

Montage an einem Aluminiumsteg

Die Montage an Aluminium erfordert die Berücksichtigung des Risikos galvanischer Korrosion, die beim Kontakt unterschiedlicher Metalle in Anwesenheit von Feuchtigkeit entsteht.

Die Befestigungselemente sollten an die Konstruktion und die Nutzungsumgebung angepasst sein. Bei Bedarf sollten geeignete Zwischenlagen oder isolierende Schutzmaßnahmen für die Verbindung verwendet werden.

Es sollten keine zufälligen Schrauben verwendet werden, die zu beschleunigter Korrosion des Profils führen könnten.

Vor dem Verkleben muss die Aluminiumoberfläche gemäß den Anweisungen des Klebstoffherstellers vorbereitet werden. Manche Produkte erfordern die Verwendung eines geeigneten haftungssteigernden Primers.

Montage an Beton

Auf Beton montierte Fender erfordern die Verwendung von Dübeln oder Ankern, die für diese Art von Untergrund bestimmt sind.

Vor dem Bohren sollte geprüft werden:

  • der Zustand des Betons
  • der Abstand des Lochs von der Kante
  • die Verankerungstiefe
  • das mögliche Vorhandensein von Bewehrung
  • die Eignung des Ankers für eine feuchte Umgebung

Es sollten keine Löcher in einen bröckelnden, rissigen oder stark geschwächten Abschnitt des Ufers gebohrt werden.

Der beim Bohren entstehende Staub muss gründlich entfernt werden. Dies ist sowohl für die korrekte Verankerung als auch für die Haftung des Klebstoffs wichtig.

Montage an einem Verbund- oder Kunststoffsteg

Eine Verbundplanke ist nicht immer ein Bauteil. Häufig handelt es sich nur um eine Verkleidung, die an tragenden Profilen befestigt ist.

Der Fender sollte mit dem hinter der Verkleidung liegenden Bauteil verbunden werden. Das bloße Verschrauben mit einer dünnen Planke kann unzureichend sein.

Es sollte außerdem geprüft werden, ob der gewählte Klebstoff mit dem jeweiligen Kunststoff verträglich ist. Manche Materialien haben eine niedrige Oberflächenenergie und erfordern eine spezielle Vorbereitung, einen Primer oder eine andere Klebstoffart.

Montage linearer Fender

MARINA-Linearfender haben eine Länge von 100 cm und können einzeln oder nebeneinander montiert werden.

Beim Verlegen eines längeren Abschnitts sollte:

  • eine gemeinsame Montagelinie festgelegt werden
  • die Höhe jedes Elements kontrolliert werden
  • keine großen Lücken gelassen werden
  • die Durchgängigkeit des Schutzes gewahrt bleiben
  • die natürliche Ausdehnung und Bewegung der Stegkonstruktion berücksichtigt werden
  • Anfang und Ende des Abschnitts gesichert werden
  • das System mit passenden Eckstücken verbunden werden

Kleine Höhenunterschiede zwischen aufeinanderfolgenden Fendern können Kanten bilden, an denen die Bordwand hängen bleiben kann. Deshalb sollte jedes weitere Element im Verhältnis zum vorherigen ausgerichtet werden.

Montage von Eckfendern

Eine Ecke ist beim Einfahren in den Liegeplatz besonders stoßgefährdet.

Das Eckelement sollte:

  • die harte Kante genau abdecken
  • an die Breite der Linearfender angepasst sein
  • eine durchgehende Schutzfläche bilden
  • auf beiden Seiten der Ecke befestigt sein
  • keine freiliegenden oder hervorstehenden Befestigungselemente aufweisen

Vor dem Bohren sollte das Eckstück angelegt und geprüft werden, ob Winkel und Abmessungen des Stegs der Form des Produkts entsprechen.

Ist die Ecke der Konstruktion unregelmäßig, kann eine individuelle Vorbereitung des Untergrunds oder die Verwendung eines an den jeweiligen Steg angepassten Elements erforderlich sein.

Montage des MARINA-Y-Boom-Fenders

MARINA Y-Boom dient dem Schutz der Enden schmaler Stegfinger.

Vor der Montage sollte geprüft werden:

  • die Breite des Stegfinger-Endes
  • der Radius oder das Profil seines vorderen Teils
  • die Möglichkeit einer stabilen Befestigung auf beiden Seiten
  • die Lage der tragenden Konstruktion
  • die voraussichtliche Kontaktstelle der Bordwand

Die hintere Profilierung des Fenders sollte möglichst genau am Ende des Stegfingers anliegen.

Y-Boom sollte symmetrisch montiert werden. Eine Verschiebung zur einen Seite kann einen Teil der harten Konstruktion ungeschützt lassen.

Aufgrund des Einsatzorts sind eine feste mechanische Verbindung sowie zusätzliches Verkleben, sofern das Material des Stegfingers dies zulässt, besonders wichtig.

Können Fender zugeschnitten werden?

EVA-Schaum kann zugeschnitten werden, um die Länge eines Elements an einen bestimmten Stegabschnitt anzupassen.

Zum Schneiden sollten verwendet werden:

  • ein sehr scharfes Messer
  • eine Bandsäge
  • eine geeignete feinzahnige Säge
  • ein professionelles Gerät zum Schneiden von Schaumstoffen

Vor dem Schneiden sollte die Linie genau markiert und das Material stabil abgestützt werden.

Der Schnitt sollte gleichmäßig sein, ohne die Struktur zu reißen oder auszufransen. Es sollte auch geprüft werden, ob das Kürzen des Produkts nicht einen notwendigen Befestigungspunkt entfernt.

Zum Schutz von Ecken und Enden ist es besser, speziell dafür entwickelte Elemente zu verwenden, statt einen Linearfender zufällig zuzuschneiden.

Montage der Abdeckkappen

Nach Abschluss der Montage können die Löcher mit Schrauben und Unterlegscheiben mit passenden EVA-Abdeckkappen versehen werden.

Die Abdeckkappen:

  • verbessern die Optik des Fenders
  • verringern das Eindringen von Verschmutzungen in die Löcher
  • verdecken die Metall-Befestigungselemente
  • sorgen für ein einheitliches Erscheinungsbild des gesamten Systems

Vor dem Einsetzen einer Kappe sollte geprüft werden, ob Schraube und Unterlegscheibe korrekt sitzen. Eine Kappe darf nicht dazu dienen, eine zu tief angezogene oder gelockerte Befestigung zu kaschieren.

Die häufigsten Montagefehler

Montage in falscher Höhe Der Fender befindet sich oberhalb oder unterhalb der tatsächlichen Kontaktstelle mit der Bordwand.

Befestigung an instabiler Verkleidung Die Schrauben halten nur in einer dünnen Planke, korrodiertem Blech oder einem losen Verkleidungselement.

Verwendung zu kleiner Unterlegscheiben Die Unterlegscheiben dringen in den Schaum ein und verteilen den Druck nicht auf einer ausreichenden Fläche.

Zu festes Anziehen Der Schaum wird dauerhaft zusammengedrückt, und das Montageloch wird geschwächt.

Fehlender Korrosionsschutz Die Befestigungselemente korrodieren durch Feuchtigkeit oder Salzwasser.

Falscher Klebstoff Der Klebstoff ist nicht mit EVA verträglich, nicht witterungsbeständig oder verliert bei Frost seine Elastizität.

Auftragen des Klebstoffs entgegen der Anleitung Eine zu dicke oder vollständig geschlossene Schicht härtet möglicherweise nicht richtig aus.

Verkleben einer verschmutzten oder nassen Oberfläche Die Verbindung verliert trotz Verwendung des richtigen Produkts an Haftung.

Zu große Lücken lassen Die Bordwand kann direkt auf die freiliegende Stegkonstruktion treffen.

Vernachlässigung von Ecken und Enden Die am stärksten gefährdeten Stellen bleiben ungeschützt.

Kontrolle nach der Montage

Kontrolle direkt nach der Montage

Nach Abschluss der Arbeiten sollte geprüft werden:

  • ob alle Schrauben korrekt sitzen
  • ob die Unterlegscheiben nicht zu tief in das EVA eingedrungen sind
  • ob die Fender nicht verdreht oder gewellt sind
  • ob zwischen den Elementen keine gefährlichen Lücken bestehen
  • ob Ecken und Enden vollständig abgedeckt sind
  • ob überschüssiger Klebstoff entfernt wurde
  • ob sich der Fender unter mäßigem Druck nicht verschiebt
  • ob kein Metallelement über die Schutzfläche hinausragt

Wurde Klebstoff verwendet, sollte das System vor Ablauf der erforderlichen Aushärtezeit nicht belastet werden.

Kontrolle nach den ersten Nutzungswochen

Nach der anfänglichen Nutzungsphase lohnt es sich, alle Befestigungen erneut zu prüfen.

Die Stegkonstruktion, Temperaturschwankungen und der erste Kontakt mit dem Boot können ein leichtes Setzen der Materialien verursachen.

Zu kontrollieren sind:

  • die Stabilität der Schrauben
  • der Zustand der Unterlegscheiben
  • die Haftung des Klebstoffs
  • eventuelle Verschiebungen
  • Verschmutzungen zwischen Fender und Steg
  • Anzeichen ungewöhnlichen Drucks
  • Kontakt der Bordwand mit ungeschützten Konstruktionsteilen

Es sollten nicht automatisch alle Schrauben fester angezogen werden. Zunächst muss beurteilt werden, ob der Fender tatsächlich locker ist und ob die Befestigung den Schaum nicht bereits zusammendrückt.

Wie oft sollten Fender kontrolliert werden?

Eine Kontrolle lohnt sich:

  • vor Beginn der Saison
  • nach starken Stürmen und intensivem Wind
  • nach dem Anprall eines größeren Bootes
  • nach Änderungen oder Reparaturen der Stegkonstruktion
  • vor der Wintersaison
  • nach einer Eisperiode
  • immer dann, wenn eine Verschiebung oder Lockerung eines Elements bemerkt wird

Ein beschädigter oder teilweise gelöster Fender sollte möglichst schnell neu befestigt werden. Weitere Nutzung kann die gesamte Last auf die verbleibenden Befestigungspunkte verlagern und den Schaden vergrößern.

Ersetzt ein Fender korrektes Anlegen?

Nein. Ein Fender ist ein Element des Systems zum Schutz von Boot und Steg.

Den besten Schutz bietet die Kombination aus:

  • richtig platzierten Festmacherleinen
  • korrekter Leinenspannung
  • an der Bordwand aufgehängten Fendern
  • am Steg montierten Fendern
  • Schutz der Ecken und Enden
  • regelmäßiger Kontrolle des gesamten Liegeplatzes

Ein Fender sollte nicht dauerhaft die gesamte Kraft aufnehmen, die von einem falsch vertäuten Boot ausgeübt wird. Seine Aufgabe ist es, den Kontakt zu dämpfen, nicht korrekt durchgeführtes Anlegen zu ersetzen.

Zusammenfassung

Die korrekte Montage von EVA-Fendern beginnt mit der Bestimmung der tatsächlichen Kontaktzone zwischen Bordwand und Steg. Anschließend sollte die Konstruktion des Untergrunds geprüft, die richtigen Befestigungselemente gewählt, breite Unterlegscheiben verwendet und der Fender montiert werden, ohne den Schaum übermäßig zusammenzudrücken.

Der Hersteller empfiehlt zusätzliches Verkleben überall dort, wo Oberfläche und Material des Stegs dies zulassen. Der Klebstoff sollte witterungs-, feuchtigkeits- und kältebeständig sein und während der gesamten Nutzungsdauer flexibel bleiben.

Die wichtigsten Montageregeln sind:

  • Befestigung an einem stabilen Bauteil
  • Positionierung des Fenders in der richtigen Höhe
  • Verwendung geeigneter Schrauben und breiter Unterlegscheiben
  • Vermeidung eines zu festen Anziehens
  • zusätzliches Verkleben gemäß den Anweisungen des Klebstoffherstellers
  • Schutz der Ecken und Enden des Stegs
  • regelmäßige Kontrolle der Verbindungen

Ein korrekt montiertes Fendersystem schafft eine durchgehende, flexible Schutzzone, die das Risiko des Bordwandkontakts mit harten Stegelementen verringert und die Haltbarkeit der gesamten Installation erhöht.

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