Die Wahl eines Stegfenders hängt vor allem von der Größe und dem Typ der anlegenden Boote, der Stegkonstruktion, der Nutzungsintensität und der Stelle ab, an der die Bordwand mit dem Ufer in Kontakt kommen kann.
Für kleinere Boote, Wasserfahrzeuge und private Stege reichen oft schmalere Modelle aus. Bei größeren Booten, Marinas und stark frequentierten Liegeplätzen sind breitere Fender mit größerer Schutzfläche die bessere Lösung.
Die Fenderbreite ist jedoch nicht das einzige Kriterium. Ebenso wichtig sind:
| Modell | Abmessungen | Häufigste Anwendung |
|---|---|---|
| MARINA 8 | 100 × 8 × 6 cm | kleinere Boote, Wasserfahrzeuge, private Stege und Orte mit begrenzter Montagefläche |
| MARINA 12 | 100 × 12 × 6 cm | vielseitige Lösung für die meisten Freizeitboote, private Stege und Marinas |
| MARINA 20 | 100 × 20 × 6 cm | größere Boote, stark frequentierte Liegeplätze und breite Schutzzone |
| MARINA Corner | an die Systembreite angepasste Varianten | Ecken, Kanten und Stegenden |
| MARINA Y-Boom | 100 × 12 × 6 cm | Enden von Stegfingern und schmalen Konstruktionselementen |
Alle linearen Grundmodelle sind etwa 6 cm dick. Sie unterscheiden sich vor allem in der Breite der die Bordwand schützenden Fläche.
MARINA 8 ist das schmalste Modell des Systems. Es eignet sich vor allem dort, wo die Montagefläche begrenzt ist oder kleinere Boote geschützt werden.
Es kann unter anderem eingesetzt werden bei:
Dieses Modell nimmt wenig Platz ein und ermöglicht den ansprechenden Schutz einer geraden Stegkante. Es erfordert jedoch eine besonders genaue Höheneinstellung, da seine Schutzfläche kleiner ist als bei den breiteren Varianten.
MARINA 8 sollte nicht allein aufgrund des niedrigeren Preises gewählt werden. Legen am Steg unterschiedliche Boote an oder gibt es größere Wasserstandsschwankungen, kann ein breiteres Modell wirksameren Schutz bieten.
MARINA 12 ist die vielseitigste Variante. Er bietet eine größere Schutzfläche als das Modell MARINA 8, nimmt aber nicht so viel Platz ein wie die breitesten Versionen.
Er eignet sich besonders für:
Die Breite von 12 cm erleichtert die korrekte Positionierung des Fenders in der Kontaktzone mit der Bordwand und bietet zusätzliche Sicherheit bei kleinen Positionsänderungen des Bootes.
Für viele private Nutzer und Standard-Liegeplätze ist MARINA 12 die vielseitigste Wahl.
MARINA 20 bietet eine breite Schutzfläche. Er ist vor allem für Orte mit höheren Belastungen, intensivem Bootsverkehr oder deutlichen Unterschieden in der Bordwandhöhe gedacht.
Er kann eingesetzt werden bei:
Die größere Breite hilft, den Druck auf eine größere Fläche zu verteilen. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Fender korrektes Anlegen oder am Boot aufgehängte Fender ersetzen kann.
Vor der Wahl von MARINA 20 sollte sichergestellt werden, dass die Stegkonstruktion eine ausreichende Fläche für eine stabile Montage des Produkts bietet.
Es gibt keine einzige universelle Tabelle, die eine bestimmte Bootslänge einem einzigen Fendermodell zuordnet. Zwei Boote ähnlicher Länge können sich erheblich in Gewicht, Rumpfform, Bordwandhöhe und Anlegeart unterscheiden.
Bei der Auswahl sollte Folgendes berücksichtigt werden:
Gewicht des Bootes Ein schwereres Boot kann beim Kontakt mit dem Steg mehr Energie übertragen als ein leichteres Boot ähnlicher Länge. In diesem Fall lohnt sich eine breitere Schutzfläche und eine größere Anzahl von Befestigungspunkten.
Rumpfform Eine abgerundete Bordwand kann den Steg auf einer relativ kleinen Fläche berühren. Senkrechte oder breitere Bordwände können den Schutz einer größeren Fläche erfordern.
Höhe der Bordwand Der Fender muss sich in der tatsächlichen Kontaktzone befinden. Die Montagehöhe sollte anhand des konkreten Bootes und der Steghöhe festgelegt werden.
Art des Anlegens Ein Boot, das stabil an mehreren korrekt gespannten Leinen liegt, bewegt sich weniger als ein locker vertäutes Boot. Fender schützen vor Kontakt, sollten aber keinem anhaltenden, starken Druck durch falsches Anlegen ausgesetzt werden.
Bedingungen am Gewässer Die Wahl des Fenders wird auch durch Wellen, Wind, die Bewegung anderer Boote und Wasserstandsschwankungen beeinflusst.
An einem privaten Steg legen meist ein oder mehrere bekannte Boote an. Das erleichtert die genaue Anpassung von Höhe und Breite des Fenders.
Vor dem Kauf lohnt es sich:
Legt am Steg ein kleines Boot an und lässt sich die Kontaktzone leicht bestimmen, kann MARINA 8 ausreichend sein. Bei einem größeren Boot oder wenn breiterer Schutz benötigt wird, ist MARINA 12 die vielseitigere Wahl.
An einem einzelnen Marina-Liegeplatz können Boote unterschiedlicher Größe, Konstruktion und Bordwandhöhe anlegen. Der Fender sollte daher einen größeren Schutzbereich bieten als an einem Steg, der nur für ein Boot gedacht ist.
Bei der Planung des Marina-Schutzes sollte Folgendes berücksichtigt werden:
An stark frequentierten Orten lohnt es sich meist, die Modelle MARINA 12 oder MARINA 20 in Betracht zu ziehen. In manchen Fällen ist die Anordnung zweier Fenderreihen auf unterschiedlichen Höhen besser als ein einzelnes Element an der falschen Position.
Die Montagehöhe sollte bei am Zielort vertäutem Boot bestimmt werden.
Der Fender sollte die Zone abdecken, in der die Bordwand dem Steg nahekommen kann bei:
Die Höhe sollte nicht allein anhand der oberen Stegkante festgelegt werden. Der breiteste Punkt des Rumpfes kann sich an einem Teil des Bootes deutlich weiter unten befinden.
Bei schwimmenden Stegen ändert sich die relative Höhe zwischen Bordwand und Steg meist weniger als bei festen Konstruktionen. Bei festen Ufern muss der Bereich der Wasserstandsänderungen berücksichtigt werden.
Es ist nicht immer notwendig, Fender über die gesamte Steglänge zu montieren. Der Schutz sollte jedoch alle Stellen abdecken, an denen Bordwandkontakt auftreten kann.
Das sind meist:
Lineare Elemente mit 100 cm Länge können nacheinander montiert werden. So lässt sich die Länge des Schutzes an einen bestimmten Liegeplatz anpassen, und im Schadensfall kann ein einzelner Abschnitt ausgetauscht werden.
Zwischen den Fendern sollten an Stellen, an denen die Bordwand direkt auf die harte Konstruktion treffen könnte, keine großen Lücken gelassen werden.
Ecken gehören zu den am stärksten gefährdeten Elementen eines Stegs. Der Kontakt der Bordwand mit einer scharfen Kante kann größere Schäden verursachen als ein Stoß gegen eine flache Konstruktionsseite.
Eckfender sollten vor allem eingesetzt werden:
Das Eckstück sollte an die Breite des verwendeten linearen Systems angepasst sein. So bleibt der Schutz durchgehend und das gesamte Erscheinungsbild des Stegs einheitlich.
Der MARINA-Y-Boom-Fender wurde entwickelt, um die Enden schmaler Stegfinger zu schützen.
Die Enden von Stegfingern sind beim Anlegen besonders stoßgefährdet. Ein Standard-Linearfender passt möglicherweise nicht korrekt auf ein abgerundetes oder profiliertes Ende.
Y-Boom besitzt eine speziell geformte Rückseite, die die Anpassung an ein typisches Stegfinger-Ende ermöglicht. Dadurch schützt er sowohl die vordere Fläche als auch die seitlichen, kontaktgefährdeten Zonen.
Das Fendermodell selbst kann an unterschiedlichen Konstruktionen eingesetzt werden. Was sich ändert, ist die Art der Befestigung.
Holzsteg Der Fender kann mit geeigneten Konstruktionsschrauben befestigt werden. Das Holz sollte gesund, stabil und frei von Fäulnisanzeichen sein. Die Schrauben sollten nicht ausschließlich in einer dünnen Verkleidungsplanke sitzen, wenn diese keine ausreichende Tragfähigkeit bietet.
Stahlsteg Meist werden selbstbohrende Schrauben für Stahl oder Schraubverbindungen verwendet. Die Montageelemente sollten korrosionsbeständig und an die Profildicke angepasst sein.
Aluminiumsteg Es sollten für Aluminium geeignete Elemente verwendet werden, wobei die Möglichkeit galvanischer Korrosion zwischen unterschiedlichen Metallen zu berücksichtigen ist.
Betonsteg Die Befestigung erfordert geeignete, für Beton bestimmte Anker oder Dübel. Der Untergrund darf an der Bohrstelle nicht rissig oder geschwächt sein.
Kunststoff- oder Verbundsteg Die Montageart hängt von der Konstruktion des jeweiligen Systems ab. Nicht jedes Kunststoffelement bietet ausreichende Tragfähigkeit für eine direkte Befestigung. Bei Bedarf sollte der Fender mit einem unter der Verkleidung liegenden Bauteil verbunden werden.
Breite Unterlegscheiben verteilen den Druck der Schraube auf eine größere Fläche des Schaums und begrenzen, wie tief sie in das Material eindringt.
Im MARINA-System sollten Unterlegscheiben verwendet werden, die zu den vorbereiteten Montagelöchern passen. Für die Modelle MARINA 8 und MARINA 12 sind Unterlegscheiben mit einem Durchmesser von etwa 15 mm vorgesehen. Bei den übrigen Varianten können gemäß dem technischen Datenblatt des jeweiligen Produkts größere Unterlegscheiben verwendet werden.
Die Schrauben sollten den Fender stabil halten, dürfen den Schaum aber nicht übermäßig zusammendrücken. Zu festes Anziehen kann das Material dauerhaft verformen und die Befestigungsstelle schwächen.
Der Hersteller empfiehlt zusätzliches Verkleben überall dort, wo Oberfläche und Konstruktion des Stegs dies zulassen.
Die mechanische Befestigung hält das Produkt an bestimmten Punkten. Der Klebstoff schafft eine zusätzliche Verbindung über einen großen Teil der Fenderrückseite, sodass die Kräfte nicht ausschließlich über die Schrauben übertragen werden.
Zur Montage können verwendet werden:
Der gewählte Klebstoff muss:
Vor dem Verkleben sollten die Oberflächen gemäß den Anweisungen des Klebstoffherstellers gereinigt und vorbereitet werden. Empfohlen wird außerdem ein Haftungstest an einer kleinen Fläche.
Der Klebstoff sollte die korrekt ausgeführte mechanische Befestigung nicht ersetzen, sofern die Dokumentation eines konkreten Projekts keine andere Lösung vorsieht.
Die Farbe beeinflusst vor allem das Erscheinungsbild des Stegs und die Sichtbarkeit seiner Kanten.
MARINA-Fender sind unter anderem in folgenden Farben erhältlich:
Helle Varianten passen gut zu modernen Marinas und weißen Stegelementen. Grau ist eine neutrale und praktische Farbe. Schwarz sorgt für einen klaren Kontrast und kann zu Stahlkonstruktionen passen.
EVA-Fender hinterlassen nicht die typischen schwarzen Streifen, die für viele Gummielemente und alte Reifen charakteristisch sind. Das gilt auch für schwarze Fender, da die Farbe Teil der Materialstruktur und keine äußere, abfärbende Schicht ist.
Unabhängig von der Farbe sollten die Fender regelmäßig von Sand, Schlamm und anderen Verschmutzungen gereinigt werden.
Wahl eines zu schmalen Modells Ein schmaler Fender kann bei einem einzelnen bekannten Boot ausreichend sein, deckt aber in einer Marina mit unterschiedlichen Booten möglicherweise nicht die gesamte Kontaktzone ab.
Falsche Montagehöhe Dies ist einer der häufigsten Fehler. Ein außerhalb der Kontaktzone montierter Fender schützt die Bordwand nicht, unabhängig von seinen Abmessungen.
Vernachlässigung der Ecken Die geraden Stegabschnitte sind geschützt, aber die gefährlichste Kante bleibt ungeschützt.
Zu große Abstände zwischen den Elementen Die Bordwand kann genau auf den ungeschützten Teil der Konstruktion treffen.
Befestigung an einer instabilen Verkleidung Der Fender sollte an einem Element befestigt werden, das ausreichende Tragfähigkeit bietet.
Zu festes Anziehen der Schrauben Zu starker Druck kann den Schaum verformen und die Befestigungspunkte schwächen.
Keine Kontrolle nach der Montage Eine gelockerte Schraube oder ein teilweise gelöster Abschnitt sollte repariert werden, bevor weitere Belastungen zu größeren Schäden führen.
Privater Steg für ein kleines Boot Meist genügt das System MARINA 8 oder MARINA 12, montiert in der Kontaktzone der Bordwand. Die Ecken sollten mit separaten Elementen geschützt werden, wenn das Boot sie beim Manövrieren erreichen kann.
Vielseitiger Liegeplatz für Freizeitboote Ein guter Ausgangspunkt ist MARINA 12. Er bietet eine breitere Schutzzone und eignet sich für unterschiedliche Boote. Am Ende eines Stegfingers lohnt sich der Einsatz eines Y-Boom.
Gästeliegeplatz in einer Marina Aufgrund der unterschiedlichen Höhen und Bootstypen lohnt sich die Verwendung von MARINA 12 oder MARINA 20. Ecken und die Einfahrtzone zum Liegeplatz müssen sorgfältig geschützt werden.
Stark frequentierte Marina Das gesamte Stegsystem, die typischen Boote, die Kontakthöhe und die häufigsten Aufprallrichtungen sollten analysiert werden. Breitere Modelle können mit Eckstücken und Y-Boom-Elementen kombiniert werden, um ein einheitliches Schutzsystem zu schaffen.
Die richtige Wahl eines Fenders bedeutet nicht einfach, das größte verfügbare Modell zu wählen. Breite, Montagehöhe, Länge des Schutzes und Befestigungsart sollten an das konkrete Boot und die Stegkonstruktion angepasst werden.
Zusammengefasst:
Am wichtigsten ist die Montage des Fenders in der tatsächlichen Kontaktzone mit der Bordwand sowie die stabile Befestigung an einem Bauteil der Stegkonstruktion. Wo möglich, empfiehlt der Hersteller, die mechanische Befestigung durch einen geeigneten flexiblen Außenklebstoff zu ergänzen.